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Telefonieren mit Satellitentelefon

Das Mobilfunknetz wird bei einem großen Technikausfall nicht mehr funktionieren. Das Satellitentelefon macht Sie von Funkstationen auf der Erde unabhängig.

Viele Backpacker und Offroad-Reisende nutzen Satellitentelefone seit vielen Jahren. Tour-Guides und andere Personen, die Verantwortung für andere Menschen tragen, brauchen jederzeit eine zuverlässige Kommunikationsmöglichkeit. Auch diejenigen, die von unterwegs arbeiten und auf der ganzen Welt auf funktionierendes Internet angewiesen sind, nutzen Satellitentelefone. Sie sind längst keine teure Spezialausrüstung mehr und mittlerweile erschwinglich geworden. Dadurch, dass die Gefahr eines längere Zeit anhaltenden Stromausfalls näher rückt, gehören Satellitentelefone immer mehr zum „Must-have“ im Jahre 2021.

Satellitentelefon

Die richtige Wahl des Satellitennetzes, des Satellitentelefons und der SIM-Karte hängt vom Zielgebiet und der Nutzung ab. Zu unterscheiden sind die Systeme Iridium, Thuraya und Inmarsat.

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Iridium 9555 Satellitentelefon mit einem kostenlose Prepaid-SIM-Karte
  • Iridium Satellitentelefone: Ein Iridium Satellitentelefon ermöglicht Ihnen den Zugang zum allumfänglichsten Satellitennetz mit mobilen Endgeräten. Die Antenne wird zum Telefonieren nach oben gerichtet. Sie muss aber nicht auf einen bestimmten Satelliten zeigen. 66 Iridium-Satelliten umkreisen die Erde auf niedrigen Umlaufbahnen, sodass sich fast immer einer der Satelliten in Sichtweite befindet. Hohe Berge, Bebauung oder starke Schwankungen behindern deshalb kaum die Verbindung. Eingehende Anrufe sind für den Iridium-Benutzer kostenfrei. Iridium ist aufgrund einer Anordung der Bundesnetzagentur im Radius von mindestens 35 km um das Radioteleskop Effelsberg (ca. 30km SW von Bonn) wegen möglicher Störungen nicht zu verwenden.
  • Thuraya und Inmarsat arbeiten mit 2 geostationären Satelliten. Berge und sonstige physische Hindernisse können den Empfang beeinträchtigen. Dennoch werden in Regionen nördlicher Breite Inmarsat und Thuraya meist bevorzugt, da diese Systeme eine bessere Sprachqualität bieten als Iridium.

Von den jeweiligen Serviceseiten der Anbieter kann man kostenlos SMS an die entsprechenden Satellitentelefone versenden. 

Notruf- und Service-Kurzwahlnummern

Der Katastrophenschutz macht auf folgende Punkte aufmerksam:

  • Die Notrufnummern von Polizei (110) und Feuerwehr (112) dienen ausschließlich der Meldung von Notfällen
  • Die Betroffenheit von einem Stromausfall an sich ist kein Notfall! Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt: Bei vergangenen Stromausfällen wurden die Notrufnummern häufig zu Auskunftszwecken angewählt, was zu einer Überlastung des Notrufs und in Einzelfällen zu Verzögerungen bei der Entgegennahme realer Notfälle führte. 
  • Bei länger anhaltenden Stromausfällen werden die Feuerwehren der betroffenen Gemeinden über die Rettungsleitstellen alarmiert und besetzen die Gerätehäuser, die über Funk und Notstrom verfügen. Innerhalb der Kommunen werden Anlaufstellen eingerichtet, an die sich der Bürger im Notfall wenden und ärztliche Hilfe anfordern kann. Achten Sie in diesem Zusammenhang auf Hinweise im Radio (Regionalsender, UKW).

Vom Satellitentelefon aus können alle regulären Rufnummern in terrestrischen Netzen angerufen werden, nicht aber nationale Notruf- und Service-Kurzwahlnummern.

 
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