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Risiko eines Blackouts durch Spekulanten

Blackout

Im Juni 2019 stand Deutschland vor einem Blackout. Am 6., 12. und 25. Juni wurde weniger Strom ins Netz eingespeist als abgerufen wurde. Bis zu 10.000 Megawatt fehlten im deutschen Netz. Nur Stromimporte aus dem Ausland konnten den Netzausfall verhindern.

Limburg/Mueller

Es gab nach Angaben der Bundesnetzagentur dafür keine technischen, sondern wirtschaftliche Gründe. Mehrere Broker am Strommarkt, darunter die Unternehmen Statkraft, Danske Commodities und Centrica, sollen für den Beinahe-Blackout verantwortlich zu sein. Die Stromhändler hätten auf fallende Strompreise gewettet. Als kein Preisverfall einsetzte, hätten sie versprochene Energiemengen nicht nachgekauft und so den Blackout riskiert, berichtete Business Insider. Verhindern konnte dies nur durch den Kauf von teurem Strom aus den Nachbarländern.

Die Bundesnetzagentur führte Maßnahmen ein, die Manipulationen am Strommarkt in Zukunft verhindern sollten, aber: reichen sie aus, um “das schmutzige Geschäft mit unserem Strom” zu beenden? Angesichts der Aussichten auf Milllionengewinne für den Stromhandel könnte sich das Geschäft noch lange fortsetzen. Die Stromhändler müssen in Zukunft mehr Reserven zurückhalten, das heißt, sie müssen Vorkehrungen treffen, damit auch bei Energieengpässen Strom eingespeist werden kann. Die Spekulationen werden dadurch jedoch nicht beendet.

Zu den Risiken eines Blackouts durch die Umstellung von fossilen Energiequellen (Kohle) auf sogenannte Erneuerbare Energien (Wind und Solar) kommt der Stromhandel als ein weiteres Blackout-Risiko hinzu. Die Marktmanipulationen sind legal und Teil eines marktorientierten Konzepts der Energiewende, das dem Verbraucher nutzen soll. Die Millionen Mehrkosten für den importierten Strom tragen allerdings nicht die Broker, sondern die Verbraucher.

Die Vorsorge für den Notfall ist unverzichtbar: Das Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schlägt deshalb die Beschaffung eines 10-tägigen Grundvorrats vor.
Mit dem Vorratskalkulator des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft können Sie Ihren persönlichen Vorrat für 1 – 28 Tage berechnen. (28 Tage sind vom BBK voreingestellt).

Titelbild: NickyPe, pixabay

 
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