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Blackout im Winter

Bei kurzfristigen Stromausfällen bis zu wenigen Stunden kann der Wärmeverlust durch die Kleidung ausgeglichen werden. Anders sieht es dagegen bei mehrtägigen Blackouts aus, Auf jeden Fall muss der Wärmeverlust verhindert werden.

Die Körpertemperatur muss bei 36 bis 37 Grad Celsius liegen. Nur so können alle wesentlichen Vitalfunktionen richtig funktionieren können. Ab etwa 15 Grad Celsius Raumtemperatur wird der Blutstrom zu den äußeren Körperregionen verringert. Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung, Lungenpatienten mit Asthma oder COPD, Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit, Diabetiker sollten daher bei zunehmender Kälte besonders vorsichtig sein.

Für alle Wohnräume gelten deshalb Temperaturen von etwa 20 bis 23 Grad Celsius in der gesamten Wohnung laut Umweltbundesamt als angemessen. Diese Empfehlungen lassen sich bei einem Blackout kaum einhalten. Auch eine Ölheizung oder Gasheizung braucht Strom, um den Brenner und die Ölpumpe und die Pumpe für den Heizreislauf zu betreiben.

Kleidung

Prüfen sie, ob Ihnen Ihre Winterkleidung ausreichenden Schutz bietet.

  • Die Kleidung sollte schichtweise ausgezogen werden um ein Durchnässen durch Schwitzen zu vermeiden („Zwiebelprinzip“). Nasse Kleidungsstücke sollten nach Möglichkeit durch trockene Kleidung ersetzt werden.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Kopfbedeckung.
  • Bei Kälte erhalten Fausthandschuhe die Finger und die Hände wärmer als Fingerhandschuhe.

Decken, Schlafsäcke, Wärmeflaschen und -kissen

Außer mit warmer Kleidung lässt sich mit Decken oder Schlafsäcken die Kälte eine ganze Weile aushalten.

Angenehm sind Decken mit Ärmeln und auch mit Füßen. Sie halten warm und erhöhen das Wohlbefinden.

Wärmflaschen lassen sich mit heißem Wasser vom Campingkocher befüllen und in einen Schlafsack legen. Sie liefern für einige Stunden wohlige Wärme. Geeignete Wärmequellen sind auch Steine, die auf dem Ofen aufgeheizt und in ein Tuch gewickelt werden. Sie können das Einschlafen bei großer Raumkälte erleichtern. Die andere Möglichkeit zum Aufwärmen bieten sich selbst erhitzende Wärmekissen, kleine Kissen, die mit ungefährlichen Stoffen wie Aktivkohle und Eisenpulver gefüllt sind und sich durch Oxidation erwärmen. Die Wärmepads gibt es in verschiedensten Größen – als Rücken-, Hand- oder Fußwärmer – und sind tauglich für den Schlafsack.

Heizung

Ein ganzes Haus oder die komplette Wohnung lässt sich ohne Strom kaum heizen. Deshalb sollte man dem Beispiel früherer Generationen folgen und sich bei einem länger andauernden Stromausfall auf einen Raum beschränken. Der Raum sollte mit einer Tür oder notfalls mit aufgehängten Decken von den restlichen Räumen abgetrennt werden. Vorhänge und Jalousien an den Fenstern halten einen Teil der Kälte sowie Zugluft ab. Ein Fenster muss vorhanden sein, um den Raum belüften zu können. Wie bei allen alternativen Heizmöglichkeiten dürfen die Heizgeräte nicht in der Nähe brennbarer Gegenstände aufgestellt sein.

Alle beschriebenen Heizmethoden funktionieren mit offenem Feuer und verbrennen daher Sauerstoff. Grundsätzlich besteht ei ungenügender Belüftung die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung, an der jedes Jahr viele Menschen sterben. Lebensrettend kann daher ein Kohlenmonoxidwarnmelder sein.

Holzkohlegrills oder andere Grillgeräte dürfen in geschlossenen Räumen nicht als Heizung benutzt werden, wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist.

Kerzen

Ein paar zur Beleuchtung aufgestellte Kerzen tragen ein wenig zur Grundwärme bei, schaffen aber zumindest eine freundliche Atmosphäre. Richtig warm oder hell wird es damit aber nicht. Kerzenlaternen oder Teelichtöfen haben den Vorteil, dass man nicht so leicht in Berührung mit der Flamme kommt und sie Dekorationsobjekte das ganze Jahr über nett anzusehen sind.

Kaminöfen

Wer Kaminöfen hat, kann sich helfen. In Neubauten gibt es allerdings meistens keine Kamine – und damit keine Möglichkeit, einen Kaminofen zu installieren.

Petroleumofen als Notheizung

Mit einer Petroleumheizung lässt sich zumindest ein Raum angenehm warm bekommen. Die Heizung sollte GS-zertifiziert und mit Sicherheitsfunktionen, wie zum Beispiel einer Kipp-Sicherung, ausgestattet sein. Die Kippsicherung sorgt dafür, dass sich der Brenner automatisch abstellt, wenn der Petroleumofen umfallen sollte. Beim Petroleum sollte man auf möglichst geruchsarme Varianten zurückgreifen.

Gasheizung als Notofen

Gasheizgeräte gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen und Größen. Sie bieten eine sehr gute Heizleistung, die auch für größere Räume ausreicht. Das nötige Gas haben Besitzer von Gasgrills meist sogar schon im Haus..

Empfehlenswerte Gasheizungen, wie zum Beispiel der Mr. Heater Buddy, sind mit automatischer Kipp-Ausschaltung und Abschaltung bei Sauerstoffmangel ausgestattet.

Heizen mit dem Ethanolkamin

Ethanolkamine haben in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Sie funktionieren mit flüssigem Bio-Ethanol oder Brenngel. Ein Kaminanschluss wird nicht benötigt, auch brauchen sie keinen Strom. Die Verbrennung erfolgt bei dem richtigen Brennstoff ohne störende Gerüche und Ruß.

Diese Kamine gibt es in verschiedensten Größen, vom kleinen Tischkamin bis zur großen “Herrenhaus-Variante”. Sie sehen nicht nur dekorativ aus sondern liefern bei entsprechender Größe auch eine gute Heizleistung. test.de warnt allerdings seit Jahren vor den Risiken.

Bei der Verbrennung des Ethanols entsteht Kohlenstoffdioxid. Aus diesem Grund wird von Fachberatern empfohlen, den Raum in regelmäßigen Abständen, mindestens alle 2-3 Stunden, kurz zu lüften (Stoßlüften). Somit geht auch wieder ein Teil der Wärme verloren. Im Vergleich zu anderen Heizungsanlagen gilt ein Ethanolkamin eher als ineffizient. Die Heizwerte eines großen Brenners können aber bis zu 3 KW betragen. Aufgrund der verschiedenen Füllmengen und stufenlosen Regulierung sind zuverlässige Angaben zu den Heizwerten eines Ethanolkamins nicht möglich.

Im Vergleich zu anderen Brennstoffen hat Bio Ethanol eine geringe Energiedichte und somit auch eine vergleichsweise kleine Wärmeabgabe. Als primäre Heizung ist ein Ethanolkamin nicht zu empfehlen. Aber er sieht unbestritten schön aus und verbreitet ein

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